Wir bitten zu beachten, dass die Inhalte dieser Webseite sich ausschließlich auf das Pilotprojekt SCHOCO beziehen, dessen Durchführung mit dem 26. März 2021 endete!

Was ist SCHOCO?

SCHOCO ist ein Pilotprojekt an Kölner Schulen zur Machbarkeit von Testungen auf das Coronavirus SARS-CoV-2. Das Projekt wird begleitet von der Uniklinik Köln und dem Gesundheitsamt der Stadt Köln. Drei Wochen lang testen die Schüler und Schülerinnen sich selbst mittels eines einfachen und schmerzlosen Speicheltests auf SARS-CoV-2. Die Testung erfolgt im Pilotprojekt 1-2 Mal pro Woche.

Was sind die Ziele von SCHOCO?

SCHOCO möchte den Schulen ein Testsystem an die Hand geben, das sie dazu befähigt, Testungen selbstständig und weitestgehend unabhängig von fremder Unterstützung durchzuführen. Die notwendigen Schritte dazu sollen in diesem Pilotprojekt erprobt und soweit standardisiert werden, dass das System später auch von anderen Schulen angewendet werden kann.

Wie funktioniert das Testen bei SCHOCO?

Die Schüler und Schülerinnen führen den Test selbst durch, indem sie 30 Sekunden auf einem Wattetupfer, den wir Abstrichtupfer nennen, lutschen. Die Abstrichtupfer einer ganzen oder halben Klasse (maximal 30) werden dann in ein Sammelgefäß geworfen und bilden einen sogenannten „Pool“. Anschließend lutscht jeder Schüler und jede Schülerin noch einmal auf dieselbe Weise auf einem zweiten Abstrichtupfer, der lesbar mit dem Namen und Geburtsdatum beschriftet und einzeln verpackt wird. Alle Röhrchen werden gesammelt und von einem Transportdienst ins Labor gebracht.

Was macht das Labor?

Im Labor werden die Pools noch am selben Tag mit der PCR-Methode auf SARS-CoV-2 untersucht. Bei einem negativen Testergebnis gibt es Entwarnung: Kein Teilnehmer des Pools (also z.B. einer ganzen Klasse) ist infiziert. Die Einzelproben können dann entsorgt werden, der Unterricht geht weiter. Fällt der Test dagegen positiv aus, untersucht das Labor alle Einzelproben, die zu einem Pool gehören, um den oder die infizierten Schüler oder Schülerin herauszufinden. Das erfolgt am selben oder folgenden Tag. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden die Schulleitung und das Gesundheitsamt darüber benachrichtigt, welche Schüler und Schülerinnen positiv getestet wurden.

Was passiert, wenn Schüler oder Schülerinnen positiv getestet wurden?

Die positiv getesteten Schüler und Schülerinnen werden so rasch wie möglich von der Schulleitung sowie vom Gesundheitsamt über das Ergebnis unterrichtet und müssen sich in Isolation begeben, dürfen dann also nicht mehr in die Schule kommen. Über alle weiteren Maßnahmen entscheidet das Gesundheitsamt. Das betrifft z.B. die Frage, ob sich weitere Schüler und Schülerinnen in Quarantäne begeben müssen.

Was sind die Vorteile von SCHOCO?

Die Mehrbelastung für das Lehrpersonal durch das Projekt ist sehr gering. Die Entnahme der Speichelproben kann von den Schülern und Schülerinnen selbst durchgeführt werden und ist schmerzlos. Durch die Pool-Methode können Laborkapazitäten und -kosten gespart werden. PCR-basierte Tests sind äußerst empfindlich (Sensitivität). So können frühe und symptomfreie Infektionen nachgewiesen werden und das Risiko von falschen Testergebnissen ist gering (Spezifität).

Wer gehört zum SCHOCO-Team?

Das SCHOCO-Team besteht, unter der Projektleitung von Prof. Gerd Fätkenheuer, aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Kliniken und Institute der Uniklinik Köln. Dazu gehört die Klinische Infektiologie der Klinik I für Innere Medizin, das Institut für Virologie und die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Das Projekt wird zudem in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln durchgeführt.

Das SCHOCO-Team hat weder finanzielle Interessen hinsichtlich des Projekts, noch fördert es Herstellerfirmen. Alle Beteiligten sind ausschließlich daran interessiert, einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung zu leisten.